Waffenschein in Deutschland machen – Voraussetzungen und Infos zum Waffengesetz

In Deutschland wird zwischen dem Waffenschein und der Waffenbesitzkarte unterschieden. Eine Waffenbesitzkarte ist für Sportschützen ( Grüne/Gelbe Waffenbesitzkarte ) und Sammler ( Rote Waffenbesitzkarte ) interessant. Sie berechtigt zum Besitz, nicht jedoch zum Führen einer Waffe.



Voraussetzungen für den Waffenschein

Um einen Waffenschein zu bekommen, müssen strenge Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Man muss ein Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben, um in der Öffentlichkeit eine Waffe führen zu dürfen.

Zusätzlich muss die Notwendigkeit zum Führen einer Waffe bestehen. Auf Privatpersonen trifft das in Deutschland kaum zu.

Eine weitere Bedingung für einen Waffenschein ist ein einwandfreies Führungszeugnis und eine soziale und persönliche Unauffälligkeit.

Dazu gehört selbstverständlich auch die geistige und emotionale Gesundheit des Antragstellers. Personen mit einer entsprechenden Vorgeschichte sind von der Antragsannahme gänzlich ausgeschlossen.

Außerdem muss eine Sachkundeprüfung abgelegt werden und eine Privathaftpflicht – Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens einer Million Euro bestehen.

Waffenschein – Konkrete Hilfen




Ausnahmefälle für einen Waffenschein

In Deutschland gibt es Ausnahmefälle, was den Waffenschein angeht. Diese erläutern wir nachfolgend.

Angehörigen bestimmter Berufsgruppen ist es erlaubt eine Waffe in der Öffentlichkeit mit sich zu führen.

Dazu gehören Polizisten, Soldaten oder Zollbeamte.

Wach- und Sicherheitspersonal kann in Ausnahmefällen auch mit einer Waffe ausgestattet werden. Diese ist aber ausschließlich für die Ausübung des Berufes zu benutzen. Das Gleiche gilt für Berufsjäger.

Der so genannte „Kleine Waffenschein“ berechtigt zum Führen von Signalwaffen, Schreckschusswaffen und Ähnlichem.

Die Auflagen sind nicht ganz so streng wie beim „Großen Waffenschein“.

Weitere Infos zum Waffenschein

Waffenbesitzkarte
Großer Waffenschein
Kleiner Waffenschein

Kosten für den Erwerb eines Waffenscheins

Um als Privatperson einen Waffenschein erwerben zu können, muss man eine außergewöhnliche Gefährdung glaubhaft nachweisen. Das heißt, dass man auch außerhalb seiner Wohnung, seines Hauses oder seines Grundstückes mit tätlichen Angriffen auf Leib und Leben zu rechnen hat. Ob diese Voraussetzung auch nur ansatzweise erfüllt ist, prüft die zuständige Verwaltungsbehörde. Für den „Großen Waffenschein“ fallen Kosten in Höhe von etwa 200 EUR an, der „kleine Waffenschein“ schlägt mit etwa 50 EUR zu Buche. Für diesen ist nur ein einwandfreies Führungszeugnis erforderlich.

Waffen und Schützenverein

Mitglieder eines Schützenvereins besitzen keinen Waffenschein, sondern nur eine Waffenbesitzkarte und einen Munitionserwerbsschein. Aber auch dafür sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Man muss mindestens 18 Übungsstunden in einem anerkannten Verein nachweisen, um die Notwendigkeit einer Waffenbesitzkarte zu begründen.

Fazit Waffengesetz – Waffenschein

Durch sehr strenge Waffengesetze in Deutschland wird die öffentliche Sicherheit weitestgehend aufrecht erhalten. Unbefugten wird es erheblich erschwert, in den Besitz einer Waffe zu kommen. Solange das gewährleistet ist, sollte man sich sehr genau überlegen, ob man sich und seine Mitmenschen durch den Erwerb einer Waffe in Gefahr bringen möchte. Man muss jederzeit mit Einbrüchen und Unachtsamkeiten rechnen, durch die auch Kinder und Jugendliche in den Besitz der eigenen Waffe kommen könnten. Dieses Risiko sollte man sehr genau abwägen.

Bücher zum Waffenschein


Waffenbesitzkarte und Waffenschein – Der Weg zur waffenrechtlichen Erlaubnis nach aktuellem Waffengesetz mit Checklisten und Formulierungshilfen

Fragen und Themen zu dem Thema "Waffenschein Allgemein"